die Feuerwehren im Landkreis Gifhorn

Die schnelle Meldung

Die Gifhoner Rettungstage 2011 finden wegen Terminproblemen nicht statt! Wir bitten um Verständnis.

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Geschrieben von: SysAdmin   
Samstag, den 18. Juni 2011 um 10:24 Uhr

Minus bei Brandschützern
bb Gifhorn. „Immer weniger Menschen stehen für Ehrenämter zur Verfügung.“ Aus diesem Grund hatte der Landtagsabgeordnete Matthias Nerlich Landesbranddirektor Jörg Schallhorn nach Gifhorn eingeladen.


Landesbranddirektor Jörg Schallhorn sieht die Lage der Feuerwehren kritisch.

Kreisbrandmeister Willi Aldinger bei der Begrüßung: „Wohin wird der Weg der Gifhorner gehen?“ Er begrüßte, dass der Minister es nicht geschafft hat, die Feuerwehr der Polizei zu unterstellen. Aber die Feuerwehren könnten einige Einsätze nicht allein bewältigen.
Schallhorn berichtete von den Problemlagen. So ist von 2009 bis 2010 die Zahl der Feuerwehrmänner um 280 und die der Wehren um acht gesunken. Er lobte die Frauen, die das ausgleichen – mit wachsender Tendenz. Der Frauenanteil beträgt zehn Prozent. Auch die Zahl der Jugendfeuerwehrleute stagniert, obwohl drei neue Jugendwehren gegründet wurden. Erfreulich sei, dass rund 100 neue Kinderfeuerwehren gegründet wurden. Ein Unsicherheitsfaktor dabei sei es, wie die Entwicklung weitergehen werde, wenn die Ganztagsschule komme und die Jugendlichen noch weniger Zeit hätten.
Die Tagesalarmsicherheit kann nur durch die Alarmierung von mehreren
Ortsfeuerwehren sichergestellt werden. Die Einsatzzahlen steigen bei den Brandeinsätzen geringfügig, aber die Zahl der technischen Hilfeleistungen nimmt zu. Schallhorn: „Die Ehrenamtlichkeit ist in der EU einmalig. In anderen Ländern sind Einsatzzeiten von 20 bis 30 Minuten möglich.“ Zu beklagen sei die Fluktuation der Führungskräfte.
„Die Feuerwehr kann man nicht mit anderen Vereinen vergleichen. Wenn der Pieper geht, muss man los. Die Feuerwehrleute brauchen mehr Anerkennung in der Gesellschaft und Politik. Dazu gehört auch die Feuerwehr bei den ausländischen Bürgern mehr bekannt zu machen und diese zu integrieren“, unterstrich der Landesbranddirektor.
Die Feuerwehrschulen in Celle und Loy decken nur zwei Drittel des Bedarfs an Führungskräften ab. Angestrebt werden 75 Prozent. In Celle konnten sechs Lehrkräfte von Verwaltungsarbeit befreit werden und stehen für den Unterricht zur Verfügung.
Das Brandschutzgesetz stammt von 1978, es ist durch Novellierungen angepasst. Schallhorn: „Geprüft wird auch eine Doppelmitgliedschaft einmal am Wohnort und am Arbeitsort, um die Sicherheit her zu stellen.“ In großen Städten können Ehrenamtliche teilweise durch hauptberufliche Feuerwehrleute ersetzt werden, um die Tagesbereitschaft zu sichern. Ein großes Thema, so Schallhorn, ist die steuerliche Ermäßigung der Feuerwehrleute und der Betriebe, die ihre Mitarbeiter für Feuerwehreinsätze zur Verfügung stellen.

 

Einzige rein weibliche Feuerwehrgruppe des Landkreises Gifhorn feiert 30. Geburtstag

Von Reiner Silberstein


Die Mitglieder der Frauengruppe: (vordere Reihe von links) Erika Zeblin, Manuela Schmidt-Stadler, Anja Kornblum, (zweite Reihe): Edeltraud Schmidt, Silke Levenhagen, Heike Faber, (dritte Reihe): Nomi Weimer, Elke Kornblum, Nadja Armbrecht, (hinten) Bianca Kornblum und Anne Schaper. Es fehlt Imke Maaß.
Fotos: privat

Ein ganz besonderen Geburtstag hat die Feuerwehr Isenbüttel zu feiern: Die einzige reine Frauengruppe des Landkreises Gifhorn bejubelt Samstag ihr 30-jähriges Bestehen. Die Bürger sind dazu eingeladen.

Sie waren nicht die ersten – die Frauen in Ummern hatten es den weiblichen Aktiven in Isenbüttel vorgemacht – aber sie sind mittlerweile die einzigen. Die einzigen Frauen des Kreises, die in einer eigenen Gruppe zum Dienst antreten.

"Damals gab es einen Missstand", erzählt Anne Schaper, die mit Erika Zeblin und Edeltraud Schmidt (heute in der Altersabteilung) zu den Gründungsmitgliedern zählt. "Bei den Einsätzen fehlten die Männer", erinnert sie sich, "da waren die Schichten bei VW noch anders." Also entschieden die Frauen für sich, eine eigene Gruppe zu starten. Und "damals", das war 1980. Ein halbes Jahr später, am 24. April 1981, fand schließlich die offizielle Gründung in der Gaststätte Evers statt.

Im Protokoll heißt es noch: "Jedoch wird von ihnen nicht der gleiche Einsatz erwartet wie von den männlichen Kameraden." Doch das habe sich nicht bewahrheitet. "Wir machen alle Lehrgänge", betont Gruppenführerin Nomi Weimer. Sie selbst habe sogar Führerscheinklasse C, so dass sie den kompletten Fuhrpark in Isenbüttel fahren darf. Ansonsten heiße es im Ernstfall genauso wie für die Männer: Wasserversorgung aufbauen, Funk überwachen, Straßen sperren, Verletzte betreuen, Leitern aufstellen und schließlich löschen.

Anders sei es trotzdem: "Bei Alarm alles stehen und liegen lassen, das macht Frau sonst ungern", meint Manuela Schmidt-Stadler. Wohin dann mit den Kindern? Das falle schwer. Und bei den Männern kommt es wohl auch eher selten vor, dass sie mit frisch aufgelegtem Haarfärbemittel dem Sturm Kyrill hinterherfahren – auch das kam vor.

Auf jeden Fall sei das Dutzend Frauen in der 86-köpfigen Isenbütteler Truppe akzeptiert. "Sonst könnte man doch gar nicht so lange bestehen", sagt Edeltraud Schmidt. Im Gegenteil, die Männer unterstützten die Frauen tatkräftig. Und bei Wettkämpfen seien sie Top Ten, nie die schlechtesten, ist Weimer stolz – "aber immer die lustigsten!", so Schmidt-Stadler. Aber mehr Spaß als die Eimerfestspiele machten den Damen die Orientierungsmärsche. Deshalb haben sie sich auch diesen Wettkampf für das Fest am Samstag ausgesucht. 14 Gruppen aus dem Landkreis haben sich angemeldet. Drei bis vier Stunden lang geht es ab 14 Uhr auf einen etwa 8 Kilometer langen, von der Altersabteilung ausgeklügelten Kurs rund um Isenbüttel. Am Feuerwehrzentrum warten das "weltberühmte" Kaffee-und-Kuchen-Büfett und hinterher Bratwurst und Getränke – darunter Pfälzer Wein aus Impflingen. Alle Bürger sind eingeladen, mitzufeiern. Die Siegerehrung soll gegen 20 Uhr stattfinden.

Freitag, 17.06.2011

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. Juli 2011 um 10:47 Uhr
 

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